Gemischter Chor "Ernst Moritz Arndt" Berlin e.V.
Gemischter Chor "Ernst Moritz Arndt" Berlin e.V. 

Erlebnisse im Jahr 2012

 

Wir – die Sängerinnen und Sänger des EMA-Chores Berlin sowie unser Künstlerischer Leiter Heiko Jerke - wünschen unseren Konzertbesuchern, der treuen Fangemeinde sowie den Gästen dieser Website - Frohe Weihnachten sowie einen Guten Start ins Neue Jahr.

 

Auf  Wiedersehen bzw auf baldiges Wiederhören bei einem unserer Konzerte im Jahr 2013 !

Weihnachten 2012 - unsere Konzerte

Weihnachtsfeier - 2012

Freunde unseres Chores wünschen uns ein gesundes neues Jahr

"Tag der offenen Tore" bei der S-Bahn am 11.08.2012

Saisonausklang in Groß Kreutz am 23.06.2012

Bevor wir in die Sommerpause gegangen sind, war ein Treffen in Groß Kreutz angesagt. Einige sind mit dem Rad gefahren, einige mit der Bahn und einige mit dem PKW.

 

Als ehemaliger Eisenbahnerchor trafen wir uns natürlich bei der "Eisenbahn"

 

 

  • Bitte schreibt mir, was ich noch eintragen könnte.

Chorfest in Frankfurt/Main vom 07.06.-10.06.2012

 

 

Chorfest Frankfurt – wir waren dabei!

 

Eine Reise ist alljährlich ein Höhepunkt im Chorleben, der langfristig und gut geplant wird. So kamen uns im vergangenen Jahr die Ankündigung und die Ausschreibung zum 2. Deutschen Chorfest in Frankfurt am Main gerade recht. Die langjährig aktiven Sängerinnen und Sänger des Berliner Gemischten Chores „Ernst Moritz Arndt“ e.V., eine Freizeitgruppe der Stiftung Bahn-Sozialwerk, erinnerten sich an solche Begegnungen und an Leistungsvergleiche, die ein Teil des Chorfestes sein sollten. In der Vergangenheit hatte der Chor mehrfach Prädikate erworben und das Können der Chormitglieder unter sachkundiger Führung beweisen können. Also meldeten wir die Teilnahme unseres Chores frühzeitig an und bei der Vorliebe vieler Chormitglieder für die Werke von Johannes Brahms fiel die Wahl auf die Sparte „Romantik B“ im Rahmen des internationalen Wettbewerbs.

Fast sechzig aktive Sängerinnen und Sänger des Chores und unser treuer Anhang – Partner und auch Kinder der Chormitglieder– füllten unseren Bus bis auf den letzten Platz. Gleich am Tag der Ankunft waren wir mit einem kleinen Programm aktive Gestalter des Chorfestes. Im Main-Forum der IG Metall standen wir auf der Bühne im Innenhof des Gebäudes mit 1200 Arbeitsplätzen. Eigentlich stand dieser Veranstaltungsort unter dem Motto „Arbeiten und Singen“, was sich leider am 7. Juni, einem Feiertag in Hessen nur in eine Richtung interpretieren ließ. Dennoch waren die Stuhlreihen durch interessierte und dann auch begeisterte Zuhörer gut besetzt. Sie hörten einen Teil unseres internationalen Repertoires, ergänzt um zwei deutsche Titel. Schwungvoll begannen wir mit dem spanischen Volkslied „Al lado de mi cabaña“. Vom amerikanischen Volkssong „Shenandoah“ über den lebhaften, anspruchvollen Satz von Fritz Höft des deutschen Volksliedes „Lauf, Müller, lauf“ bis zum russischen Titel „Birkenbäumchen“ spannten wir den Bogen von West nach Ost.

Noch am gleichen Abend erwarteten uns musikalische Erlebnisse, so das Eröffnungskonzert auf der Freilichtbühne des Römerbergs mit den Wise Guys. Unglaublich, wie das Publikum mitging – aber auch selbstverständlich, denn es standen, hüpften, klatschten und wiegten sich ja vor allem aktive Sängerinnen und Sänger vor der Bühne.

Am Freitag stand nach einer abschließenden Probe für unsere Wettbewerbstitel ein Ausflug in die benachbarte Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, nach Mainz im Programm. Die Führung durch den ehrwürdigen Dom und durch romantische Gassen der Stadt des Erfinders des Buchdruckes, Johann Gutenberg, bleibt in guter Erinnerung. In Frankfurt erlebten wir am späten Nachmittag und am Abend ein wahres Feuerwerk des Chorgesanges. In kleinen Grüppchen besuchten wir an den zahlreichen Veranstaltungsorten verschiedene Wettbewerbsprogramme und Beiträge zur Nacht der Chöre. Durch die Begrenzung jedes Chorauftrittes auf zwanzig oder dreißig Minuten hatten wir die Möglichkeit, zwischen Veranstaltungsorten oder Stilrichtungen nach Belieben zu wechseln.

Unser Wettbewerbsauftritt begann am Samstag um 10.00 Uhr in der St. Katharinenkirche. Da hieß es früh aufstehen und die Stimme rechtzeitig darauf vorzubereiten.

Sechs Titel umfasste unser Programm, darunter die Aufführung eines Volksliedes in einem neuen Satz, also eine Uraufführung. Unser künstlerischer Leiter Heiko Jerke bewies wieder einmal sein feines untrügliches Gespür bei der Auswahl und beim Arrangement der Titel. Robert Schumanns „Die Minnesänger“ war der Auftakt, natürlich musste ein Brahms dabei sein: „Dein Herzlein mild“. Heiko Jerke vertonte das Gedicht von Joseph von Eichendorff „Die Nachtblume“, womit effektvoll das Programm fortgesetzt wurde. Nach Titeln von Felix Mendelssohn Bartholdy und Antonín Dvořak schloss unser kleines Programm mit Heiko Jerkes Arrangement für das Lied „Gefunden“ nach den Worten des Dichterfürsten Johann Wolfgang Goethe. Das Programm lief gut und mit einem guten Gefühl verließen wir den Auftrittsort. Natürlich standen wir alle unter Hochspannung und wollten nun erfahren, wie die Juroren wohl unseren Beitrag bewerten würden. Zur  Preisverleihung am Samstagnachmittag auf dem Römer durch den Präsidenten des Deutschen Chorverbandes Henning Scherf kam die Auflösung. In der Kategorie „Romantik B“ erreichte der Gemischte Chor „Ernst Moritz Arndt“  e.V. den zweiten Preis. Ein Großteil der Sängerinnen und Sänger befand sich zu diesem Zeitpunkt im Hotel und bereitete sich auf die Abfahrt zur Abschlussfeier in der Jahrhunderthalle Frankfurt vor. Dort breitete sich die Nachricht in Windeseile aus. Auf den Hotelfluren und im Foyer herrschten Jubel und Freude über das erfolgreiche Abschneiden unseres „EMA- Chores“

Es bleiben noch einige Gedanken an die beeindruckende Abschlussfeier, an der der Bundespräsident Joachim Gauck als ranghöchster Ehrengast teilnahm. Begeistert hörten wir den Sinfonischen Jugendchor Simon Bolivar aus Venezuela. 150 Jahre organisierter Chorgesang in Deutschland wurde musikalisch von drei Chören dargeboten, die aus Jena, Erfurt und Leipzig angereist waren. Natürlich gab es Gelegenheit zum Mitsingen, so beim „König von Thule“ und als Abschluss „Der Mond ist aufgegangen“.

Als Fazit und übereinstimmende Meinung nahmen wir mit: sowohl die Vorbereitung als auch der Ablauf des Chorfestes waren für uns ein Erfolg. Mehr als üblich arbeiteten wir intensiv an der genauen Interpretation der Titel. Wir nahmen mit Interesse und Hochachtung die Leistungen anderer Chöre wahr, freuten uns besonders über den Sängernachwuchs in Kinder- und Jugendchören. Inzwischen stehen neue interessante Aufgaben vor uns, die Lieder aus Frankfurt mögen uns weiter begleiten und noch lange nachklingen.

 

Eberhard Lorenz

Am 01. Mai 2012 singen wir in diesem Jahr im Berliner ZOO